Deutschland ist, wie eine Umfrage bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ergab, in Liefergebiete für das Christkind und solche für den Weihnachtsmann unterteilt. Das Christkind ist vornehmlich im Westen, Südwesten und Süddeutschland zuständig, der Weihnachtsmann in Nord-, Mittel- und Ostdeutschland. Das lässt darauf schließen, dass das Christkind eher die katholischen Kinder mit Weihnachtsgeschenken beschert, der Weihnachtsmann eher die evangelischen Kinder. Das ist erstaunlich, denn noch im 18. Jahrhundert war es genau anders herum.
Bis ins Mittelalter gab es weder Christkind noch Weihnachtsmann in Deutschland: die Kinder wurden durch den heiligen Nikolaus am 6. Dezember, dessen Namenstag, beschenkt. Eine Tradition, die auf die Legenden zurückzuführen ist, die bereits seit dem 5. Jahrhundert um den Bischof Nikolaus aus Myra in Kleinasien kursierten.
Mit der Reformation im 16. Jahrhundert sollte die katholische Heiligenverehrung und damit auch die des heiligen Nikolaus abgeschafft werden. Da die Protestanten ungern auf eine Bescherung verzichten wollten, ersetzte Martin Luther Nikolaus durch den "Heiligen Christ", also Jesus. Damit verschob sich auch der Tag des Schenkens auf den 24. bzw. 25. Dezember. Aus dem "Heiligen Christ", dem kleinen Christuskind, wurde mit der Zeit das Christkind, das auf Weihnachtsumzügen Maria und Josef begleitetet hatte. Schon zeitgenössische Abbildungen zeigen ein weibliches, 10- bis 15- jähriges engelsgleiches Wesen. Außerdem war der Weihnachtsmann, der sich im letzten Jahr bei der Bescherung z.B. durch das Tragen verräterischer, grüner Gummistiefel entlarvt hatte, auch nur ein menschlicher, hilfreicher Vertreter. Genau wie die vielen Weihnachtsmänner in den Kaufhäusern und im Fernsehen.
Für ein paar Jahrhunderte wurden katholische Kinder also weiterhin am 6. Dezember vom gutmütigen Nikolaus beschenkt, der immer mit einem bösen Helfer auftrat: Je nach Gegend waren es Knecht Ruprecht, der Rauhe Percht, Hans Muff oder Hans Trapp, die als strafende Begleiter dabei waren. Den Nikolaus gibt es immer noch, auch in evangelischen Gebieten: Meistens kommt er nun aber allein und hat von seinem Helfer nur die Stiefel und die Rute übernommen.
Der Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen, erschien als Ableitung aus der Figur des Nikolaus erst im Laufe des 19. Jahrhunderts. Mit der Zeit übernahm er die Aufgabe, in protestantischen Familien die Weihnachtsgeschenke zu überbringen. Das evangelische Christkind wurde nun aber nicht arbeitslos: Anfang des letzten Jahrhunderts hielt es mit Adventskranz und Weihnachtsbaum Einzug in die katholische Weihnachtstradition.
Meistens ungesehen kommt das Christkind am Heiligen Abend, in manchen Gegenden auch erst in der Nacht zum 25. Dezember, in die Häuser, um die Weihnachtsgeschenke zu bringen. Dabei straft es nie: die braven Kinder werden beschenkt, die unartigen gehen leer aus.
Als pädagogisches Druckmittel wird das aber noch heute genau wie beim Weihnachtsmann eingesetzt. Letztlich müssen Kinder aber nicht einmal mehr fürchten, keine Weihnachtsgeschenke zu bekommen, und das "Stecke Deine Rute ein, ich will auch immer artig sein" wird mit der Abschaffung der Prügelstrafe sowieso zum Relikt aus alten Zeiten.
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