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13.06.15 17:56 Uhr | Berlin, Berlin

Sommerliches wie in der Provence Sommerliches wie in der Provence

Stichwörter: Special-Menü

Nachdem unsere Terrasse im Mai verwaist blieb, freuen wir uns jetzt über wärmende Sonnenstrahlen, die Sie alle nach draußen locken wird!

Claude kann die Sonne allerdings nicht genießen, denn er wird in der Küche stehen und unseren Koch Lionel ersetzen, der uns schon wieder verlassen hat.

Der Chef legt nun selbst Hand an und verwöhnt Sie ab heute mit provenzalischer Mittelmeer-Küche. Wir beginnen unser neues Monats-Menü mit einer Gemüse-Cocotte von Artischocken, Möhren, Rübchen und wildem Spargel. Das Gemüse wird nach und nach in den Topf gegeben und zum Garen mit wenig Brühe angegossen. Dann wird es mit Kräutern, Zitronensaft und Olivenöl verfeinert. Genießen Sie dazu einen Côte de Provençe rosé vom Château la Moutète 2013 und fühlen sich wie in der Provence!

Als zweite Vorspeise stellen wir eine Terrine aus roten Paprika und Daube de Boeuf her. Das ist Rindfleisch, welches wir in Rotwein mit Orangen gegart haben. Die dabei entstehende Sauce verwenden wir dann für das Fischgericht. Wenn der Kellner Sie fragt „mit oder ohne Condome“ ist das keine indiskrete Frage nach dem weiteren Verlauf Ihres Abends. Er erkundigt sich nur, ob Sie den Gang mit oder ohne Weinbegleitung wünschen. Neu in unserem Keller ist nämlich der Corolle rouge ein Côte de Gascogne aus der Stadt Condome im Süd-Westen Frankreichs. Es handelt sich um einen leichten süffigen Merlot, passend zum Start des Menüs.

Außerhalb des Menüs gibt es ab jetzt wieder über den Sommer unsere beliebten Artischocken mit Vinaigrette-Sauce, bei denen man genüsslich jedes Blatt abzupft und mit dem Saucendip „auszutschelt“. Eine echt provenzalische Vorspeise.

Als Fischgericht servieren wir ein gebratenes Doradenfilet mit der bereits oben erwähnten Sauce vom Daube de Boeuf à l’orange. Es ist typisch für die Provençe Fisch oder Meeresfrüchte mit Landprodukten zu kombinieren. Wir kombinieren noch den Saint Mont rosé "Les vignes retrouvées" als Weinbegleitung dazu. „Les vignes retrouvées“ bedeutet alte wiederentdeckte Rebsorten. Wir reden hier von den Rebsorten: Pinenc, Tannat und Fer servadou oder auch Braucool genannt. Dieser rassige Rosé passt sehr gut zu kräftigeren Gerichten.

Für das Fleischgericht haben wir uns den Klassiker Kaninchen à la provençal vorgenommen. Wir servieren es an confierten Tomaten und Blätterteiggebäck mit grünen Oliven. Der Weinbegleiter Gaillac „Le monde en parle“ wird aus 100% Duras gekeltert. Anfang des Jahres hatten wir den gleichen Wein vom Vorjahr in unserem Menü. Dieser war allerdings aus 100 % Braucol gekeltert. Der Wein kam so gut an, dass die Flaschen nach dem Monat alle waren. Beim Winzer leider ebenso. Nun schauen wir, wie der neue Jahrgang aus der Rebsorte Duras bei Ihnen ankommt. Das ist die zweite große Rotwein-Rebsorte in Gaillac, in der Nähe von Toulouse. Der Wein präsentiert sich fruchtig in der Nase, ähnlich einem Beaujolais, mit Noten von roter Beete. Im Mund ist die schöne Fruchtigkeit am Anfang präsent, der Abgang ist geradlinig, trocken und würzig. Unser Kaninchen braucht einen Rotwein, der aber nicht zu schwer ist.

Da wir mitten in der Erbeersaison sind, beschließen wir das Menü mit einem „Fraisier“, einem Erdbeerbecher mit Pistaziencrème. Dazu hat Claude einen Gewurtztraminer aus seinem Heimatdorf Andlau im Elsaß gepaart. Rémy Gresser arbeitet als Bio-Winzer und ist verrückt nach Frische. Er hat Gewurtztraminer aus zwei Lagen im Programm.
Claude konnte sich bei der Weinprobe nicht entscheiden und hat beide genommen. In diesem Monat bekommen Sie aber nur einen zum Menü. Es ist der Kritt, eine Lage südlich von Andlau, in Richtung Epfig. Der Boden ist sehr kieshaltig, was dem Gewürztraminer eine schöne frische Note verleiht.
(Quelle: E-Mail Newsletter Restaurant Le Piaf)