Der antike Muttertag
Bereits in vorchristlicher Zeit gab es einen Festtag im Jahr, um wenigstens die jeweilige Göttermutter zu ehren: Bei unseren germanischen Vorfahren war es Freyja, bei den Griechen Rhea als Urmutter aller Gottheiten; und die Römer schließlich verehrten Kybele und Hera. Nachdem die Göttinnen mit der Christianisierung verschwanden, setzte sich ein Tag für die Mütter erst allmählich wieder durch.
Die Muttertagsgeschenke des Mittelalters
Allerdings ging es im England des 13. Jahrhunderts zunächst um die Ehrung der Mutter Kirche: Heinrich III. führte den "Mothering Day" ein: einen Tag im Jahr, an dem sich die ganze Familie in der Kirche zusammenfand. Mit der Zeit wandelte sich dieser rein kirchliche Feiertag aber zu einem familiären: es wurde Tradition, dass erwachsene Kinder nach Hause zu ihrer Mutter kamen und ihr besondere Semmelbröselkuchen mitbrachten: die Muttertagsgeschenke der ersten Stunde.
Die Mutter des Muttertages
Der Muttertag der heutigen Form findet seinen Ursprung aber erst in den USA des 19. Jahrhunderts. Als Begründerin gilt die Methodistin Anna Jarvis, die sich nicht als erste, aber am erfolgreichsten für den Muttertag einsetzte. Sie verteilte am 2. Sonntag im Mai 1907 vor einer Kirche in Philadelphia 500 weiße Nelken an andere Mütter. Dies aus Liebe und zum Andenken an ihre verstorbene Mutter Ann Jarvis, die bereits 50 Jahre zuvor die "Mothers Days Works Clubs" gegründet hatte: Vereine, die sich dafür einsetzten, die Gesundheit von Arbeiterfamilien durch die Beseitigung sanitärer Missstände zu fördern oder erkrankte Mütter durch Haushaltshilfen zu unterstützen.
Anna Jarvis startete in den nächsten Jahren eine Initiative zur Einführung eines offiziellen Feiertages zu Ehren der Mütter, die so erfolgreich war, dass der Muttertag im Jahre 1914 vom derzeitigen US-Präsidenten Woodrow Wilson zum offiziellen Feiertag erklärt wurde. Zunächst schenkte man seiner Mutter nur eine farbige Nelke oder trug zum Andenken an eine verstorbene Mutter eine weiße. Später entwickelten sich aus diesem Brauch die Muttertagsgeschenke.
Der Erfolg der Initiative wurde dadurch getrübt, dass Ann Jarvis selber sich so sehr über diese zunehmende Kommerzialisierung, die Verbindung der Muttertagsgeschenke mit diesem Ehrentag ärgerte, dass sie selber versuchte, den Muttertag 1923 wieder gerichtlich zu unterbinden. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1948 hatte sie ihre Kraft und ihr Familienerbe dafür eingesetzt, das wieder rückgängig zu machen, was sie selber ins Leben gerufen hatte.
Bereits ab 1917 verbreitete sich der Feiertag weiter in Europa: Nach der Schweiz, Norwegen und Schweden hielt der Muttertag 1922 auch Einzug in den deutschen Familien.
Der deutsche Muttertag: ein Spielball zwischen Kommerz und Politik
Tatsächlich gab der "Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber" dem Feiertag den ersten Anschub: Mit Werbeplakaten in den Schaufenstern mit dem Slogan "Ehret die Mutter" sollte der Verkauf von Schnittblumen angekurbelt werden. Sicherlich hätte eine solche Kampagne nicht zur Einführung des Muttertages geführt, wenn sie nicht so gut in die damalige Zeit gepasst hätte. Gruppen der bürgerlichen Frauenbewegung und katholische Vereinigungen sprangen auf den fahrenden Zug, und schon 1925 proklamierte Reichspräsident Paul von Hindenburg, den zweiten Sonntag im Mai als Ehrentag der Mütter einzuführen.
Letztlich sollte aber der Einfluss politischer Vereinigungen nötig sein, bis der Muttertag 1933 in Deutschland als offizieller Feiertag eingeführt wurde. 1926 übertrug man die Propagierung des Muttertages der bevölkerungs- und rassenpolitischen "Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung".
So wurde zur Zeit des Nationalsozialismus die Idee der Amerikanerin Ann Jarvis, einen Tag zu Ehren der Mütter zu begehen, dann mit der Ideologie der germanischen Herrenrasse - der Mutter als Garantin des Fortbestandes der arischen Rasse - verbrämt. 1938 wurden erstmals Muttertagsgeschenke der besonderen Art verliehen: "Mutterkreuze" in Bronze gab es ab 4, Silber ab 6 und Gold ab 8 "lebend geborenen" Kindern.
Es wundert also nicht, dass der Muttertag in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg zunächst in Vergessenheit geriet und wegen seines politischen Missbrauchs zur Nazizeit in der Bundesrepublik Deutschland erst 1949 zum nicht-gesetzlichen Feiertag wurde. Dieser Umstand führt bis heute dazu, dass der Muttertag hierzulande tradionell auf den 2. Sonntag im Mai fällt, das Datum aber zur Verhandlungssache des Einzelhandels werden kann. Muttertagsgeschenke 2008: Reine Verhandlungssache?!
In der DDR wurde der Muttertag wegen seiner nationalsozialistischen Vergangenheit übrigens gar nicht gefeiert. Hier wurde stattdessen am 8. März der Internationale Frauentag begangen: Ein Festtag, der freilich in eine andere Richtung zielt als der Muttertag, denn er entstand im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Mit der Wende wurde die Tradition des Muttertages allerdings auch in den neuen Bundesländern zunehmend angenommen.
Letztlich bleibt der Muttertag aber das, was er sein sollte: ein Festtag, um der Mutter zu danken. Ob man dies mit einem Frühstück ans Bett oder schönen, aber gekauften Muttertagsgeschenken tut, bleibt jedem freigestellt. Hier finden Sie eine Geschenkidee, die auch dem ideellen Wert des Muttertages gerecht wird.
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